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Frauen laut Internet-Umfragen bei Brustkrebs naiv

Mangelndes Wissen über Brustkrebs – Internet-Umfragen

Die Schauspielerin Susanne Uhlen konnte nicht weinen. Auf der Bühne gelang ihr das immer, jeden Abend aufs Stichwort, wenn es die Rolle erforderte. Aber dies war die Realität, die zu brutal zugeschlagen hatte, als dass Susanne Uhlen überhaupt zu einer Reaktion fähig gewesen wäre. Sie saß auf dem Boden und starrte vor sich hin, nachdem ihr Arzt die Diagnose mitgeteilt hatte, die laut Internet-Umfragen in Deutschland so viele Frauen fürchten und die jedes Jahr aufs Neue 72.000 tatsächlich erhalten: Brustkrebs. Das sind so viele Menschen, wie in Bamberg oder Bocholt leben.

Manche Ärzte haben gemäß einer Online-Befragung starke Meinungen über diese Erkrankung: Sie betrachten sie bereits als Volkskrankheit. Tatsächlich befällt sie eine von acht Frauen irgendwann in ihrem Leben. Im weiblichen Bevölkerungsteil ist sie die häufigste Krebsart. 40 % der Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, sterben an dieser Krankheit.

Meinungsumfragen belegen gefährliches Unwissen

Früherkennung ist bei dieser Art von Krebs entscheidend für die Heil- und Überlebenschancen des Patienten. Daher gibt es bereits seit 1985 den internationalen Brustkrebsmonat: Es ist der Oktober. Die Deutsche Krebshilfe informiert in dieser Zeit besonders intensiv über Merkmale der Krankheit und über Heilmethoden. Auch die Deutsche Krebsgesellschaft bietet viele Informationen zum Thema Brustkrebs. In Online-Umfragen ermitteln die beiden Organisationen, ob ihre Arbeit Früchte trägt.

Aufklärung ist dringend erforderlich, da eine von zwei Frauen schlecht über die Erkrankung informiert sind. Eine Internet-Umfrage ergab ein erschreckendes Unwissen – trotz der Verbreitung der Krankheit und der öffentlichen Beachtung, die ihr zuteil wird. Zwar zeigen Meinungsumfragen, dass allgemein das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung immer weiter zunimmt. Dennoch meinen viele Frauen zum Beispiel, dass Teilnehmen an einer Mammographie allein schon das Risiko senkt, an Brustkrebs zu erkranken.

Krankenkasse zahlt Mammographie ab 50 alle zwei Jahre

Dabei ist eine Mammographie, die Krankenkassen ab dem Alter von 50 Jahren alle zwei Jahre bezahlen, nur ein Diagnoseverfahren. Die Risikofaktoren wie Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen oder Trinken müssen Gefährdete selbst in den Griff bekommen. Sie sind, wie Internet-Umfragen zeigen, auch vielen Menschen bekannt.

Eine Mammographie oder das Abtasten der Brust, das ein geschulter Arzt vornehmen sollte, helfen dann, wenn die Krankheit schon eingetreten ist, dass die Behandlung nicht zu spät kommt. Denn die Heilungschancen sind dann nicht gering. Gefährdet sind vor allem Frauen. Nur etwa 1 % der jährlichen Diagnosen von Brustkrebs entfallen auf Männer. Die Marktforschung online legt allerdings nahe, dass auch Männer sich viel zu wenig mit den für sie gefährlicheren Krebsarten auskennen.

Susanne Uhlen fing sich. Sie absolvierte eine lange Therapie, fand Unterstützung bei ihrer Familie und will künftig auch wieder auf der Bühne stehen. Sie hat es geschafft, weil sie rechtzeitig zum Arzt ging. Ihre Lieben müssen nicht um sie weinen, stattdessen wird sie wieder im Theater Tränen kullern lassen, wenn das Stück es verlangt.

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