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Teilnehmen ist Geben und Nehmen

Teilnehmen ist Geben und Nehmen

Die anderen Kinder spielen Fangen, aber Olav möchte nicht am gemeinsamen Spiel teilnehmen. Er spielt allein im Sand mit seinen Eimern. „Olav, beehrst du uns nicht mit deiner Anwesenheit?“, fragt ein Mädchen ihn ironisch. „Anwesend bin ich ja“, antwortet er, „aber ich möchte kein Teil Eurer Gruppe sein. Ich will nicht mit euch teilen.“ „Überleg es dir doch“, sagt das Mädchen, „wir schließen dich ja nicht aus. Zusammen macht es doch mehr Spaß!“

Teilnehmen oder nicht teilnehmen – das ist bei Kindern ein großes Thema und war es auch in der Geschichte der Menschheit stets. Das Mitwirken am Krieg konnte für eine Nation verheerende Folgen haben. Der Beitritt zur EU war hingegen für manche Länder von großem Nutzen. Im kleineren Maßstab bot in der Steinzeit die Teilnahme am Gemeinschaftsleben viele Vorteile: Schutz vor anderen Gruppen und Wildtieren, Arbeitsteilung, Erlernen von Fähigkeiten und Erfahren von Neuigkeiten.

Partizipation muss von allen gewollt sein

Damit jemand in der Lage ist teilzunehmen, muss er selbst dazu bereit sein und auch die Gruppe. Partizipation wird in unserer demokratischen Gesellschaft durch das Grundgesetz garantiert. Das ist besonders für Schwächere wie etwa Behinderte wichtig, die am leichtesten diskriminiert und ausgeschlossen werden können, zum Beispiel allein schon dadurch, dass Versammlungsorte nicht behindertengerecht sind. Viele kleinere Gemeinschaften wie Vereine geben sich ebenfalls feste Regeln, die die Mitsprache und Teilhabe aller Mitglieder gewährleisten sollen.

Nur wer einen Schritt macht und selbst aktiv wird, kann jedoch an einer gemeinsamen Aktivität teilnehmen. Hand anlegen und zupacken muss er nicht unbedingt, denn auch das Äußern der eigenen freien Meinung ist bereits eine Form der Teilnahme. Dazu bieten in einer Gesellschaft etwa Meinungsumfragen vor Ort oder eine Online-Befragung die Gelegenheit.

Nur durch Teilnahme hat sich die Menschheit entwickelt

Jemand, der nicht an einer Gemeinschaft partizipiert, kann dafür gute Gründe haben: Vielleicht hat er andere Werte und Vorstellungen, oder er ist Mitglied in einem Konkurrenzverein. Womöglich ist er Einzelgänger oder hat Angst vor anderen. Er könnte sich aber auch überheblich und arrogant für etwas Besseres halten oder kein Verständnis dafür haben, dass Gemeinschaft oft allen Beteiligten nützt.

Der Nutzen wird durch die Geschichte der Menschheit belegt. Viele Menschen brauchen Stunden der Einsamkeit und des Rückzugs, aber fast alle kehren dann wieder in die Gemeinschaft zurück. Zahlreiche große Erfindungen wurden von Einzelnen zurückgezogen getätigt. Aber ihren Nutzen konnten sie fast alle nur entfalten, als sie zusammen in der Gruppe angewendet und verbessert wurden.

Die Menschheitsgeschichte ist auch die Geschichte gemeinsamen Lernens und Verbesserns. Crowdsourcing ist kein neues Prinzip, sondern eine bewährte Form des Teilnehmens. Wer in einer Online-Umfrage kundtut, dass er zum Beispiel Angst vor Autos hat, die selbsttätig fahren, leistet bereits einen kleinen Beitrag zur Gemeinschaft, denn er zeigt auf, was wichtig ist und woran gearbeitet werden sollte. In welcher Weise nehmen Sie am Leben teil?

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