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Ergebnisse der britischen Wahl bestätigen Umfragen

Umfragen sahen enges Rennen – Großbritannien wählte

Die konservative Partei mit ihrer Kandidatin Theresa May musste bei den Unterhauswahlen in Großbritannien schwere Verluste hinnehmen, bleibt aber stärkste Partei. Das Ergebnis bestätigt Umfragen, die vor der Wahl stattfanden.

Viele der letzten Umfragen, die vor der Wahl veröffentlicht wurden, sagten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Tories, also den Konservativen, und der Labour Party, den Sozialdemokraten, voraus. Nach den Wahlen haben die Tories um Theresa May nun zwar einen etwas deutlicheren Vorsprung vor der Labour Party, als manche Umfragen es vermuten ließen. Ihre Mehrheit im Unterhaus hat sie aber verloren.

Weil in Großbritannien üblicherweise keine Koalitionen gebildet werden, muss Theresa May nun eine Minderheitsregierung führen oder Neuwahlen anstreben. Denn so gespalten wie das Land wird auch das Parlament sein. In wichtigen Fragen um den Brexit können die Tories nicht auf die patriotische Unterstützung der Minderheitsparteien setzen.

Umfragen vor der Wahl wurden wöchentlich knapper

Die nächsten regulären Wahlen standen in Großbritannien erst im Jahr 2020 an. Theresa May zog sie, beruhigt von den Umfragen, vor. Doch Umfragen gerade zu politischen Themen und in unruhigen Zeiten sind oft nur eine Momentaufnahme.

Noch im April prognostizierte eine Umfrage den Tories die absolute Mehrheit. Der Vorsprung schmolz in den folgenden Wochen dahin, weil der Wahlkampf Theresa Mays unglücklich war. Sie setzte stark auf ihre eigene Person, ließ aber Ausstrahlung vermissen.

In Großbritannien werden vor Wahlen viele teils bezahlte Umfragen durchgeführt. Alle acht Meinungsumfragen, die am letztmöglichen Tag, dem 7. Juni, veröffentlicht wurden, sahen die Tories noch immer vorne, aber mit deutlich geringerem Vorsprung. Eine Umfrage erwartete sogar beinahe ein Patt zwischen Tories (41 %) und Labour Party (40 %).

Die Schwierigkeit von Umfragen in Großbritannien

Das Mehrheitswahlrecht im Vereinigten Königreich, das ähnlich dem in den USA ist, erschwert Umfragen deutlich. In jedem Wahlbezirk bekommt der Gewinner das Mandat. Die Stimmen für die anderen Kandidaten haben kein Gewicht mehr. Weil es viele Bezirke mit knappem Ausgang gibt, sind Umfragen vor der Wahl äußerst schwierig.

So gewannen die Sozialdemokraten in Newcastle-under-Lyme, ein eher wohlhabender Ort im Nordwesten von London, in dem es traditionell viel Keramikindustrie gibt, mit einem Vorsprung von 0,1 % vor den Tories. Sie holten den Sitz – Umfragen können solche knappen Ausgänge kaum vorhersagen.

Nicht alle Umfragen vor der Wahl lagen in der Tendenz richtig. Die Veränderungen der Ergebnisse in den Wochen und Monaten vor der Abstimmung ließen aber den korrekten Schluss zu, dass sich die Stimmung im Land gewandelt hatte. Theresa May ist in den Brexit-Verhandlungen mit der EU nun geschwächt. Im Parlament muss sie Kompromisse eingehen und um Mehrheiten kämpfen. Zudem läuft sie Gefahr, mögliche Neuwahlen vollends zu verlieren.

Umfragen beeinflussen Stimmungen und Entwicklungen

Das Ergebnis der britischen Wahl zeigt auch, wie Umfragen Auswirkungen auf Ergebnisse haben, indem sie sich gegenseitig verstärken. Ohne die Umfragen, die einen Erfolg der Labour Party möglich scheinen ließen, wäre der relative Erfolg, den sie nun erreicht hat, nicht möglich gewesen.

Mit bezahlten Umfragen können Sie also selbst Entwicklungen beeinflussen. Bezahlte Umfragen lassen Sie mitentscheiden, in welche Richtung die Politik, die Gesellschaft oder die Wirtschaft mit ihren Produkten geht. Und zudem lässt sich mit Umfragen Geld verdienen. Viele am Panel von MeinungsOrt Teilnehmende erzielen ein interessantes Nebeneinkommen, indem sie sich an bezahlten Umfragen beteiligen.

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