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Sagen Meinungsumfragen den Wahlausgang vorher?

Trends für Wahlen – Meinungsumfragen

Der Bundestag wird in Deutschland so selten gewählt, wie eine Fußball-WM stattfindet, aber in Meinungsumfragen wird nichts öfter thematisiert. Die ‚Kanzlerfrage‘, die ‚Sonntagsfrage‘ – die quasi wöchentlich durchgeführten Umfragen der Marktforschung, die teilweise auch als Online-Befragung stattfinden, haben sogar eigene Namen.

Das ist auch in anderen Ländern so. Und doch war die ganze Welt verblüfft, als Trump plötzlich Präsident der USA war und Großbritannien den Austritt aus der EU beschlossen hatte.

Vor der letzten Bundestagswahl lagen die von den sieben großen Meinungsumfragen prognostizierten Werte aller Parteien nur bis zu etwa zwei Prozentpunkten vom Endergebnis entfernt. Aber dass die FDP aus dem Bundestag fliegen würde, hatte keine einzige Umfrage vorausgesehen.

Warum Meinungsumfragen nicht in die Zukunft blicken können

Die Meinungsumfragen zeigen auch, dass regelmäßig jeder Fünfte unentschlossen ist, ob und wen er wählen wird. Das hat einen viel größeren Einfluss auf die Zuverlässigkeit der Prognosen als die statistische Unschärfe aufgrund der geringen Zahl der Befragten.

Außerdem können Ereignisse kurz vor der Wahl die in den Meinungsumfragen zuvor ermittelten Werte auf den Kopf stellen. Beispiele dafür sind das Oderhochwasser, das 2002 Schröder ins Kanzleramt spülte, der GAU in Fukushima, der aus den Grünen kurzzeitig eine Volkspartei machte, oder der Pädophilie-Skandal, der dieselbe Partei 2013 fast die Hälfte der Stimmen kostete.

Lassen sich aus Meinungsumfragen Trends ableiten?

Weil die Einflüsse auf die vielen Bürger, die jeweils individuell eine Wahlentscheidung treffen, so komplex sind, nutzen hier keine einfachen Prognoseinstrumente wie die Regression, mit denen sich Schüler beschäftigen. An den Meinungsumfragen lassen sich dennoch einige Trends ablesen.

Eine bewährte Rechenmethode, die Trends ableitet, ist die exponentielle Glättung: Je frischer eine Zahl ist, desto mehr Gewicht erhält sie für die Prognose. Die letzte Internet-Umfrage fließt also viel stärker ein als eine Online-Befragung, die vor zwei Jahren stattfand.

Die Wahlprognose aus den Meinungsumfragen der letzten Jahre

Auch die Trendinstrumente, die die Finanzjongleure einsetzen, lassen sich für Meinungsumfragen nutzen:

  • Wer die Online-Umfragen zur Bundestagswahl über einen längeren Zeitraum verfolgt, sieht etwa, dass die Werte der SPD bei 21 % einen Boden bildeten, den sie mehrfach testeten, aber nie durchbrachen. Das führt oft zu einem Anstieg – und tatsächlich liegt die SPD nun um die 30 %, was bis September auch so bleiben dürfte.
  • Die Linken haben seit Jahren sehr konstante Werte. Alles andere als ein Ergebnis zwischen 8 und 9 % wäre daher eine große Überraschung. Grüne, die braunen Populisten der AfD und die FDP zeigen in den Meinungsumfragen wiederum gegenläufige Trends: Während die Ökopartei und die Fremdenfeinde langsam Zuspruch verlieren, legen die Liberalen allmählich zu. Der Trend sagt voraus, dass die FDP die Grünen bei 7 % knapp überholen könnte.
  • Am stärksten schwanken die Umfragewerte der CDU/CSU. Die exponentielle Glättung lässt einen Wert von 35 % erwarten. Erneut sieht daher alles nach einer Großen Koalition unter Angela Merkel aus – außer in der Eifel bricht im September ein Vulkan aus.

Den Trend mit Meinungsumfragen selbst beeinflussen

Mit bezahlten Umfragen können Sie nicht nur mit Marktforschung Geld verdienen, sondern selbst auch Trends beeinflussen. Denn wie stark sich Online-Umfragen auswirken, zeigt sich etwa an den Reaktionen der Politiker auf sie. Geld verdienen mit Umfragen ist bei MeinungsOrt denkbar einfach. Sie brauchen sich nur kostenlos anzumelden, und schon erhalten Sie Ihre ersten bezahlten Umfragen!

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