« Zurück

Europaweite Online-Umfrage über junge Generation

Europaweite Online-Umfrage über junge Generation

Fernsehsender sind weniger für seriöse Meinungsumfragen als für hohle Fragen in Gewinnspielen bekannt wie etwa: „Fand die Weltmeisterschaft 1954 vor der Europameisterschaft 1972 statt?“ Das ZDF und Fernsehsender aus 25 weiteren mittel-, nord-, ost- und südeuropäischen Ländern veranstalten nun aber eine groß angelegte Online-Umfrage, in der sie eine für die Werbung wichtige Zielgruppe, die Generation der 18- bis 34-Jährigen, kennenlernen wollen, die ihnen fremd ist.

Sie war ihnen vor der nicht bezahlten Umfrage, in der die Teilnehmer ihre starke Meinung ausdrücken sollten, so fremd, dass sie diese Generation gleich als „Generation WHAT?“ bezeichneten. „Generation HÄ?!“ hätte das Ausmaß der gegenseitigen Fremdheit vielleicht noch besser erfasst, denn die jungen Leute haben wenig Interesse am ZDF. Viele von ihnen sehen gar kein TV (79 % könnten laut der Online-Umfrage „ohne Fernsehen glücklich sein“), sondern lieber Filme im Internet. Diejenigen, die noch klassisch den Fernseher einschalten, stolpern zumeist zufällig über das ZDF und bevorzugen laut Meinungsumfragen andere Sender mit einem besseren Angebot für Jüngere als „Das Wunschkonzert der Volksmusik“.

Meint Generation HÄ?!: „Weg mit den alten Säcken“?

Man kennt sich also nicht, und ob die gigantische Online-Umfrage, an der in Deutschland bisher fast 90.000 und in Europa über 700.000 junge Menschen teilnehmen wollten, das ändert, ist fraglich. Die Internet-Umfragen in den einzelnen Ländern geben vor, repräsentativ zu sein, allerdings kann jeder so oft teilnehmen und seine freie Meinung kundtun, wie er möchte. Ein Vorteil an bezahlten Umfragen für Bargeld oder Gutscheine, bei denen Geld online verdient werden kann, ist, dass solche mehrfachen Teilnahmen vermieden werden.

Auch meint das ZDF, dass es relevante Ergebnisse erhält, wenn es etwa einen Fragenkomplex zum Verhältnis zu älteren Generationen ernsthaft überschreibt mit „Weg mit den alten Säcken!“ Ein Ergebnis der Online-Umfrage ist allerdings, dass sich die Jüngeren nicht so leicht manipulieren lassen, denn 78 % lehnen zum Beispiel diese Aussage ab: „In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit sollten Arbeitsplätze jungen Menschen vorbehalten sein.“

Die Online-Umfrage bleibt oft an der Oberfläche

Es mag amüsant sein, sich durch die aufwändig aufbereiteten Ergebnisse der Online-Befragung zu klicken, doch die Erkenntnisse aus den Online-Surveys sind oft eher bizarr. Die Umfragen, kostenlos für Teilnehmer, aber eben auch nicht geeignet, um einfach Geld online zu verdienen, verraten etwa, dass junge Spanier und Franzosen sich weniger von „Typen, die ihre Hose so tief tragen, dass man ihre Unterwäsche sieht“, gestört werden als andere Europäer. Die Online-Umfrage verrät auch, dass Esten und Finnen angeblich die einzigen Europäer sind, die in jungen Jahren mehrheitlich „ohne Sex glücklich“ sein können. Woran denken sie den ganzen Tag – an Briefmarkensammeln? Die in diesem Jahr durchgeführte Online-Umfrage verrät es nicht und schätzt die Jungen vielleicht genau falsch ein, wenn sie sie so oberflächlich untersucht und meint, ihr damit gerecht zu werden.

« Zurück

Registrieren Sie sich noch heute!

ODER DIESES FORMULAR AUSFÜLLEN
Geschlecht auswählen
Ich habe die Datenschutzrichtlinie und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen und verstanden und stimme diesen zu. Ich verstehe, dass ich, um von diesem Service zu profitieren, E-Mails über relevante Umfragen und Mitgliedschaftsaktualisierungen erhalten werde.
Ich gewähre die Erhebung, Nutzung und Weitergabe meiner Profildaten zum Zweck der Teilnahme an Marktstudien. Sie können diese Zusage jederzeit widerrufen.