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Marktforschung in Deutschland leitet Unternehmen

Marktforschung in Deutschland leitet Unternehmen

Als Martin Winterkorn, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von VW, auf sein Smartphone sah und die ersten Reaktionen der Medien zum Abgasskandal las, muss er erschüttert gewesen sein. Die öffentliche Meinung war vernichtend, und das war nicht weniger bedrohlich als die Strafzahlungen, die dem Unternehmen bevorstanden. Die Marktforschung in Deutschland kann Firmen voraussagen, welche Fehler Kunden ihnen nicht verzeihen werden. Mittels online gestellten Umfragen entwickeln Unternehmen auch neue Strategien und Produkte. Manche machen das wesentlich erfolgreicher als VW.

„Darf ich Ihnen bitte meine Daten schenken?“

Wenn die Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung von Ikea eine neue Produktlinie besprechen, dann sitzen nicht nur einige der erfolgreichsten Designer am Tisch. Bei Ikea entwerfen Marktforscher Möbel. Das Unternehmen setzt im Rahmen seiner Marktforschung in Deutschland nicht nur bezahlte Umfragen ein, sondern Mitarbeiter besuchen Kunden sogar zu Hause und lassen sich deren Wohnung zeigen. Und weil Kunden bei Ikea ihre Möbel selbst zusammenbasteln dürfen, hat Ikea dieses spezielle Instrument der Markt- und Meinungsforschung so eingerichtet, dass man sich für die Teilnahme bewerben muss, um indirekt an den neuesten Kreationen mitarbeiten zu dürfen.

Mit weniger Chuzpe, aber ebenfalls großem Erfolg setzt McDonald's auf Online-Umfragen. Der Pommes-Brutzler testet nicht nur ständig neue Produkte, sondern befragt auch permanent seine Kunden. Dabei konzentriert sich die Firma auf vier Fragen: Welche Produkte kommen gut an? Welche Preise sind die Kunden zu zahlen bereit? Welche TV-Sender, Zeitungen und Werbung konsumieren die Verbraucher? Welche Restaurants sind am besten besucht? Weniger ist manchmal mehr – wer könnte das besser wissen als McDonald's. Und so führt diese minimalistische, aber dauerhafte Marktforschung in Deutschland dazu, dass sich die Läden mit dem M seit Jahrzehnten prächtig entwickeln und alle tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen gut überstanden.

Wie Lego die ganz andere Zielgruppe erkannte

Der Spielzeughersteller Lego überlebte auch einen großen Umbruch in seiner Branche. Babys patschen heute auf Smartphones herum, aber daneben liegen immer noch die kleinen, bunten Steinchen mit den Noppen. Zu diesem Erfolg trug auch bei, dass Lego dank bezahlten Umfragen erkannte, dass seine Kundschaft vor allem aus Jungs bestand. Nur 9 % waren Mädchen. Was für ein Potential! Man konnte den Mädels die Barbies aber nicht einfach entreißen. In einer vierjährigen Studie, die in der Marktforschung in Deutschland ohnegleichen ist, lernte das Unternehmen das weibliche Geschlecht und seine Eigenarten kennen. Danach entwickelte es eine Produktlinie, die auf Mädchen zugeschnitten war: 'Friends'. Die Markt- und Meinungsforschung gab dabei Richtung und Details vor. Die Farben waren noch auffälliger, die Figuren größer, damit sie Accessoires wie Handtaschen tragen konnten.

Für VW wäre es einfach gewesen, sich viel Ärger zu ersparen und es zu vermeiden, seine Existenz aufs Spiel zu setzen. „Würden Sie weiterhin einen VW kaufen, wenn wir Sie betrogen hätten?“ Diese eine Erkundigung in einer Online-Umfrage hätte gereicht. Und Martin Winterkorn würde noch immer als Verantwortlicher für das Unternehmen auf sein Telefon blicken.

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