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Kein Geld verdienen und online surfen wollen?

Kein Geld verdienen und online surfen wollen?

Kinder müssen weder im Büro noch online Geld verdienen. Sie müssen keine Rechnungen zahlen und keinen Schwiegermüttern schmeicheln. Kinder haben andere Pflichten: Sie müssen mit vier Jahren zur Vorsorgeuntersuchung U7, mit sechs zur Schule und um acht ins Bett. Aber ab wann dürfen sie ins Internet? Darf der Knirps „YouTube“ quaken, bevor er „danke“ sagen kann? Eine internationale, seriöse Online-Umfrage gibt die Meinungen deutscher, US-amerikanischer, britischer und russischer Eltern wieder. Eine Online-Befragung der Kinder – womöglich eine bezahlte Umfrage, aber ab wann sollen Kinder eigentlich Taschengeld erhalten? – steht allerdings noch aus.

Laut bezahlter Umfrage werden russische Kinder unterdrückt

In den vier Ländern teilen die meisten Eltern die Meinung, dass Kinder zu früh zu surfen beginnen. Wie die bezahlte Umfrage ergab, denken dies 97 % der russischen Eltern. Demzufolge werden sehr viele russische 5-Jährige auch in weiche Decken gehüllt und vom Netz ferngehalten. In den Internet-Umfragen halten in westlichen Ländern weniger Mütter und Väter das Internet für ein Netz ohne schützenden Boden für Kinder. „Voll und ganz“ stimmt in Deutschland und den USA nicht einmal jeder Dritte der Meinung zu, dass Kinder das Internet zu früh nutzten. In Großbritannien ist es gemäß der Online-Umfrage, die kostenlos veröffentlicht wurde, sogar nicht einmal jeder Vierte. Die Skepsis überwiegt laut der bezahlten Umfrage aber allerorten.

In Moskau und Nowosibirsk müssen sich in den Kinderzimmern der 5-Jährigen Dramen nach Art von Tolstois „Krieg und Frieden“ abspielen. Während Mama noch kurz bei Zalando shoppt und Papa sich erwischen lässt, als er sich auf Schmuddelseiten herumtreibt, darf der Kleine nicht mal Teletubbies im Internet schauen. Tag für Tag heißt es „njet“. Sind die slawischen Teilnehmer an der Online-Umfrage etwa herzlos? Jedenfalls scheint sich der Widerstand der Kleinen zu regen.

Auf Facebook wimmelt es von 10-Jährigen, so die Umfrage

Mit sieben Jahren haben sich, so die Online-Befragung, Klein-Iwan und Klein-Natascha nämlich ihr erstes Handy erkämpft. Es ist vermutlich zumeist kein Nokia aus den Neunzigern, sondern ein Smartphone, für das man im Internet Geld in beachtlicher Größenordnung investieren muss. Das muss sich rentieren, und so gibt es für die Kleinen kein Halten mehr. Mit achteinhalb Jahren surfen russische Kinder schon ohne Aufsicht, stöbern bei Ebay, bloggen und dürften sogar bereits online Geld verdienen, um ihr Taschengeld aufzubessern. Nur wenig später haben sie Profile in sozialen Netzwerken und liken ihre Sportlehrerin.

Die gleichaltrigen Kinder im Westen, deren fortschrittliche Eltern, glaubt man der bezahlten Umfrage, ihre Süßen mit durchdachten Methoden an die digitale Parallelwelt herangeführt haben, verbringen zu diesem Zeitpunkt die meiste Zeit noch immer mit Lego – falls ihre ambitionierten Erzeuger sie nicht gerade zum Klarinettenunterricht oder Tiefseetauchen zerren. Die Online-Umfrage weiß zu berichten, dass Kinder in westlichen Ländern erst mit 10 Jahren soziale Netzwerke zu nutzen beginnen. Werden sie uns später vorwerfen, dass sie eine Kindheit ohne Twitter hatten und wie ihre Urgroßeltern nach dem Krieg in staubigem Sand buddeln mussten?

Zum Ausgleich verzichten, wie die bezahlte Umfrage berichtet, 56 % der deutschen Eltern auf Kinderschutz-Anwendungen, die bestimmte Inhalte im Internet blockieren. Wenn das Jungchen also endlich surfen darf, kann er geradewegs zu YouPorn navigieren.

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