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Unsere Vorbilder – in bezahlter Umfrage enthüllt

Unsere Vorbilder – in bezahlter Umfrage enthüllt

Wie eine Reihe von bezahlten Umfragen zeigt, sind Flaschensammler, Bettler und Fahrkartenkontrolleure im Allgemeinen deutlich beliebter als Politiker. In regelmäßigen, seriösen Meinungsumfragen werden überhaupt nur wenige Politiker von der Mehrheit als sympathisch empfunden.

Die meisten Menschen umklammern offenbar ihre Handtasche und fassen nach ihrem Portemonnaie, sobald sich ein Politiker nähert, wenn man der der Marktforschung online glauben kann. Viele derjenigen, die in Online-Umfragen ihre starke Meinung über Volksvertreter mitteilen, finden, dass diese generell sehr fleißig, kompetent und zielstrebig sind – wenn es um ihre eigenen Interessen geht.

In der heutigen Zeit, in der es für jeden sehr wichtig ist, sich rücksichtslos durchzusetzen und andere zu übervorteilen, sind solche Menschen natürlich – Beliebtheit hin oder her – große Vorbilder.

Online-Befragung zeigt die starke Ausstrahlung von Politikern

Dementsprechend ergab eine online durchgeführte Umfrage, in der die Teilnehmer ihre freie Meinung äußerten, eine Liste, die von Politikern dominiert wird. Unter den 19 Menschen, die in der Online-Befragung von mehr als 5 % der Befragten als Vorbilder genannt wurden, befinden sich zehn Politiker. Welche geheimen Gelüste den Deutschen umtreiben, wenn er mit einer Flasche Bier vor seinem Reihenhaus sitzt und grillt, zeigt sich daran, dass von diesen in der bezahlten Online-Umfrage genannten zehn Politikern immerhin zwei Revolutionäre sind: Rosa Luxemburg und Che Guevara. Auch Mahatma Gandhi könnte in diese Kategorie fallen.

Dass der Deutsche einheimische Produkte vorzieht, zeigt sich nicht nur bei Mercedes, Ritter Sport und Beate Uhse. Auch die Liste der größten Vorbilder aus der bezahlten Umfrage umfasst elf Deutsche und nur acht Ausländer. Noch immer hat also Gültigkeit: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Wenigstens eines der in der Online-Umfrage genannten Vorbilder, Sophie Scholl, hätte wäre vielleicht etwas anderer Meinung gewesen.

Wie kommt es, dass so wenig Manager zu Vorbildern taugen?

Zwar haben doch gerade auch Menschen, die einfach Geld von zuhause aus verdienen und an bezahlten Umfragen für Bargeld und für Gutscheine teilnehmen, um für abgeschlossene Umfragen belohnt zu werden, einen Sinn für zusätzliches Einkommen und Cash. Dennoch ist in der Liste der Vorbilder aus der Online-Befragung als einziger Vertreter der Wirtschaft Bill Gates aufgeführt. Dabei gibt es doch gerade unter den deutschsprachigen Managern eine Reihe von sympathischen Kandidaten wie etwa Martin Winterkorn, Josef Ackermann oder Carsten Maschmeyer.

Es beruhigt indes, dass die Deutschen laut den Ergebnissen der seriösen Online-Umfrage, obwohl mehrheitlich Atheisten, auch religiöse Figuren weiterhin als Vorbilder wahrnehmen. Jesus scheint allerdings keines zu sein. Stattdessen erscheinen der Dalai Lama und Papst Benedikt XVI. in der Liste aus dem bezahlten Fragebogen. Diese wird sogar angeführt von der Nonne Mutter Teresa, was nicht weiter überrascht. Bereits am Verhalten im Alltag kann man bei den meisten Mitmenschen ablesen, dass diese Frau ihr Vorbild ist.

Schlichtere Gemüter wählen sich Steffi Graf (Rang 16 mit 8 % der Nennungen) oder Michael Schumacher zum Idol. Dieser ringt bekanntlich nach wie vor mit dem Tod. Die meisten anderen der Vorbilder, die die bezahlte Online-Umfrage ergeben hat, sind allerdings bereits tot. Von den zehn Politikern lebt nur noch einer: Barack Obama. Bedeutet dies etwa, dass Politiker nur gern gesehen werden, wenn sie tot sind?

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