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Frauen haben laut bezahlter Umfrage die Macht

Frauen haben laut bezahlter Umfrage die Macht

Laut einer mit Liebe bezahlten Umfrage, die am Muttertag getätigt wurde, finden 99 % der deutschen Ehemänner ihre Frauen ganz wunderbar. Sie gönnen ihnen auch Mitsprache und begrüßen es, wenn sie die Entscheidung darüber treffen, welcher Kuchen am Sonntag auf dem Tisch steht. Wie die seriöse Online-Umfrage ergab, sind die meisten Ehemänner aber weiterhin der festen Überzeugung, insgeheim Herr im Haus zu sein. Galant verbirgt der Mann diese Meinung vor seinem Schatz. Da sie diese vermutlich nicht teilt, könnte ansonsten auch Ärger drohen.

Haben die Frauen mit ihrer Macht etwa diese Umfrage bezahlt?

Ein gutes Beispiel für die Chefrollenverteilung gibt eine bezahlte Umfrage über den Möbelkauf. Ganz gleich, ob für das Mobiliar das Geld online und von zu Hause aus verprasst wird oder im Ikea-Labyrinth, 58 % der Frauen, die bei der Online-Befragung teilnehmen mochten, sehen sich als Entscheiderinnen. Allerdings vertreten auch 35 % der Männer in der bezahlten Umfrage die Meinung, dass sie das letzte Wort über das Bett, wiewohl nicht zwangsläufig auch im Bett hätten.

Die Umfrage, die kostenlos veröffentlicht wurde, kann auf mehrere Arten interpretiert werden. Wenn tatsächlich nur bei 7 % der Möbelkäufe eine gemeinsame Entscheidung der Partner gefällt wird, wie es die bezahlte Umfrage nahelegt, erklärt das die hohe Scheidungsrate. Wer möchte schon dauerhaft auf einem pinkfarbenen Sofa sitzen, wenn die Lieblingsfarbe grau ist? Andererseits ist aus weiteren Online-Befragungen, mit denen gerade verlassene Ehemänner sich gerne die Zeit vertreiben und nebenbei zuhause Geld verdienen, bekannt, dass sowohl Männer als auch Frauen zum Schwindeln und Flunkern neigen. 98 % der Frauen und 92 % der Männer sind jeweils dieser Meinung. Beide Geschlechter, so die Marktforschung, überschätzen sich auch gerne. Diese starke Meinung haben zumindest die Repräsentanten der jeweils anderen Chromosomenanordnung.

Am Ende gibt es gar keine freie Meinung und somit kein Matriarchat

Auch taktisches Verhalten könnte die Ergebnisse der bezahlten Umfrage zum Möbelkauf erklären. Möglicherweise überlassen Männer ihren Liebsten die Auswahl des Tischlämpchens. Frauen gelangen so zu der Meinung, die Entscheidung über die Einrichtung zu fällen. Die Ledergarnitur, die Küche und alles, was zuhause Geld kostet, wählen hingegen die Männer aus. Es könnte aber auch genau umgekehrt sein.

Das grundlegende philosophische Problem ist das der freien Meinung. Entscheidet überhaupt jemand, welches Tischlein im Wohnzimmer landet, oder erledigt das ein Algorithmus, der uns im Internet mit subtiler, auf uns zugeschnittener Werbung bombardiert, bis wir ferngesteuert den „Kaufen“-Button drücken? Dies beantwortet die bezahlte Umfrage nicht. Ebenso wenig äußert sich die Online-Marktforschung dazu, ob am Ende sogar der Geldbeutel entscheidet und nicht etwa Frau oder Mann. Denn wer fragt schon den Geldbeutel nach seiner Meinung? Er darf immer nur zahlen. Außer wenn das Geld zuhause ausgegeben wird, dann zahlt der Computer.

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