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Bezahlte Umfrage enthüllt Angst vor dem Radeln

Bezahlte Umfrage enthüllt Angst vor dem Radeln


Lieben Sie auch das Abenteuer? Die angespannte Vorfreude an jeder Ecke auf das, was hinter ihr lauert? Tagelanges Fiebern vor dem Nervenkitzel, wenn die nächste Fahrt auf dem Fahrrad ansteht? Sie sind ein typischer Deutscher. Denn die Deutschen lieben das Radfahren und fürchten sich zugleich davor. Eine bezahlte Umfrage ergab, dass 38% der Befragten mehrmals pro Woche oder täglich ihr Tretrad benutzen – je jünger und je größer der Ort, desto öfter. Jeder dritte möchte noch öfter in die Pedale treten. Wenn es nur nicht so schrecklich gefährlich wäre. Denn die Online-Umfrage verrät auch, dass bloß 23% ihr Fahrrad auf dem Weg zu Arbeit oder Schule nutzen. Viele der übrigen schieben die angeblich zu große Entfernung als Ausrede vor. Aber 13% nennen den wahren Grund: Radeln ist furchterregend.

Angstschweiß statt Schwitzen vor Anstrengung

Unter allen im Rahmen der Online-Umfrage Auskunft Gebenden, die hin und wieder radeln, fühlen sich 48% „(eher) unsicher“. Fast alle der Ängstlichen schreckt vor allem ein Phänomen ab. Es jagt bereits durch seinen Lärm Angst ein, es ist rasend schnell und trägt völlig zu Recht oft Warnfarben: das Auto. Auch gibt es zu wenige Radwege, sie sind zu schmal und häufig sogar getarnt – jedenfalls geben dies viele Teilnehmer an der bezahlten Umfrage an. Zu der Angst vor dem Fahrradfahren kommt für viele auch noch die Angst vor der Dunkelheit. 41% derjenigen Städter, die aus Furcht nicht zur Arbeit radeln, beklagen mangelnde Erleuchtung. Andererseits könnten blendende Straßenlampen ebenfalls Beklemmung auslösen.

Der Radfahrer weiß sich zur Wehr zu setzen

Wie die Online-Umfrage ermittelte, steigt mit der Bildung auch die Nutzung des Drahtesels. Und so wissen sich Radfahrer zu helfen. 31% der Radler tragen meistens oder immer einen Helm. Das lächerliche Aussehen soll die anderen Verkehrsteilnehmer erheitern und so Aggressivität beseitigen. Immer beliebter werden auch schützende Spezialanzüge, wie sie der Weltraumhüpfer Felix Baumgartner bekannt machte.

Die Markt- und Meinungsforschung deckt ein weiteres Mittel auf, mit dem Fahrradfahrer ihrer Angst Herr zu werden versuchen: gnadenlose Gegenwehr. Über 60% der Radfahrer missachten zumindest hin und wieder rote Ampeln. 4% übernehmen sogar besondere Verantwortung im Kampf für alle Radler, indem sie dies „häufig“ tun. 5% geben an, Verkehrsregeln „gelegentlich“ zu beachten. Nur 29% sind unemanzipiert und halten sich sklavisch an die Regeln. 73% vermelden laut der bezahlten Umfrage stolz, dass in ihrer Gegend Radler aufgrund des Fahrverhaltens ein Unsicherheitsfaktor im Straßenverkehr seien.

Der Kampf auf Deutschlands Straßen geht weiter. In Münster geben Biker dem Fahrradklima im Durchschnitt die sensationelle Schulnote 2,5. Viele Autofahrer lassen dort aus Angst vor den Pedalrittern ihren Wagen in der Garage. Ganz anders ist, so die Online-Umfrage, die Situation in Berlin und Hamburg. Die wenigen dort verbliebenen Radfahrer vergeben Noten, die vermuten lassen, dass sie sich beinahe gejagt fühlen. Und wegen dieses Nervenkitzels lieben sie das Radfahren.

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