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Morgen, Kinder, wird’s Euch geben

Morgen, Kinder, wird’s Euch geben


Ein nicht zu unterschätzender Nutzen von Online-Umfragen ist der Vergleich der eigenen Situation mit der anderer Menschen, den sie ermöglichen. Besonders wenn es um zentrale Fragen wie Lebensgestaltung und Familienplanung geht, die die meisten Menschen betreffen, ist es interessant, einen Blick auf andere zu werfen. Denken die meisten so wie ich? Bin ich ein Exot? Sollte ich einige meiner Ansichten vielleicht einmal überprüfen?

Eine kürzlich veröffentlichte Studie beleuchtet interessante Entwicklungen bei der persönlichen Lebensgestaltung. Seit einigen Jahren steigt die Geburtenrate in Deutschland wieder, nachdem zuvor auf längere Sicht das Aussterben der Germanen befürchtet worden war. Droht nun gar eine ungezügelte Vermehrung? Auch immer mehr ältere Damen möchten gerne entbinden: Zwei Drittel der Teilnehmer einer Umfrage, die online durchgeführt wurde, befürworten das Einfrieren von Eizellen. An sich selbst möchte solche Experimente aber nur ein Drittel durchführen lassen. Zur Problematik trägt bei, dass die jungen Leute immer größer und dicker werden und somit mehr Lebensraum benötigen.

Ich will ein Kind! Aber wirklich schon jetzt?

Die meisten Deutschen wünschen sich Kinder, unter den jungen Erwachsenen unter 30 sind es 87%. Viele realisieren diesen Wunsch allerdings deutlich später als geplant. 37% der Erwachsenen unter 22 wollen ein Kind, bevor sie 27 werden. Nur einem von fünf gelingt dies. Und manchmal trifft es dann auch noch die, die eigentlich gar keinen Nachwuchs anstrebten...

Dabei sind laut Markt- und Meinungsforschung eigene Kinder für 71% der Deutschen ein wichtiges Lebensziel und damit ähnlich erstrebenswert wie eine harmonische Partnerschaft (73%). Wohlstand (17%) und Karriere (14%) sind demgegenüber deutlich nachrangige Ziele und nicht wesentlich populärer als die Absicht, eine Bank zu überfallen (kein exakter Wert verfügbar).

Ist die Familienpolitik den Wünschen angemessen?

Eine andere seriöse Online-Umfrage untersuchte die Zeit, die Eltern mit ihren Kindern verbringen. Wenn eigener Nachwuchs so heiß ersehnt wird, werden die Erzeuger doch sicherlich jede freie Minute bei ihren Kleinen sein. Väter beschäftigen sich mit ihren Kindern jedoch nur 51 Minuten am Tag (inklusive Zigarettenpausen). Einen Großteil der Freizeit müssen sie nämlich auf ihren eigenen kindlichen Spieltrieb verwenden, indem sie vor der Spielkonsole sitzen. Daher möchte auch nur ein Drittel der Väter mehr Zeit für den Nachwuchs aufwenden, aber jeder zweite weniger arbeiten. Mütter verbringen immerhin 105 Minuten mit ihren Kindern. Dabei kochen, putzen, schminken und telefonieren sie allerdings gleichzeitig.

Die Mehrheit von 46% rechnet im übrigen laut einer bezahlten Umfrage damit, dass auch in 20 Jahren Kinder vor allem in öffentlichen Einrichtungen erzogen werden und beide Eltern in Vollzeit arbeiten. Gewünscht wird dies nicht. Unter den denkbaren familienpolitischen Maßnahmen sind eine großzügige Elternzeit (38%) und gute Betreuungsmöglichkeiten (35%) besonders populär. 60% der Familien haben eine zwischen den Elternteilen zeitlich ausgewogene Betreuung der Kinder im Sinn, doch nur 14% gelingt dies. Hier setzt das Familienministerium mit dem „Elterngeld Plus“ an. Wie schnell solche Vorstellungen Realität in den Betrieben werden, wird sich erst an den künftigen Zahlen der Marktforschung in Deutschland ablesen lassen.

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