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Deutschland stürzt sich hinab

Deutschlands beliebteste Skigebiete


Der Winter im November 2015 war herrlich: ein kühles Helles im Biergarten, in der Mittagssonne das T-Shirt vom Leib ziehen, am Wochenende mit dem Fahrrad zum Picknick... Der Bilderbuch-Winter ist mittlerweile aber einem erstaunlichen Anblick gewichen: weiß ist die Landschaft, und gerne bewegen sich die Menschen auf Brettern über das glitzernde Pulver. Wohin zieht es die deutschen Skifahrer aber wie vom Lift geschleppt? Etliche seriöse bezahlte Umfragen widmen sich diesem Thema. Ein renommiertes Portal verleiht basierend auf einer Befragung alle zwei Jahre einen viel beachteten Preis für die beliebtesten Skigebiete – aber bei Petrus, dem Heiligen des Schnees: wo sind denn da die deutschen Pisten? Tatsächlich verbringen viele deutsche Skifahrer ihren Urlaub gerne in den großen österreichischen (Ischgl! Sisi!) oder schweizerischen (Zermatt! Raclette!) Arenen. Das italienische Badia oder die drei großen Täler in Frankreich sind auch gut zu erreichen.

Große Vielfalt, aber kurze Wege werden bevorzugt

Dabei verfügt Deutschland über sagenhafte 609 Skigebiete, von der Zugspitze (die Bergstation ist 2.720 Meter hoch gelegen) bis zum Mecklenburger Wittenburg (die „Talstation“ liegt auf 40 Metern), von der Steinplatte im Chiemgau mit 42 km Pisten (Les Trois Valleés in Frankreich hat 600 km...) bis Streckewalde im (schneesicheren) Erzgebirge, dessen eine berühmte Abfahrt sich über etwa 100 Meter erstreckt. Die Markt- und Meinungsforschung verlautbart, dass in der Summe die kleineren lokalen Skigebiete die meisten Gäste anziehen, da viele Wintersportler vor allem Tagesausflüge unternehmen.

Traditionsgemäß – die Statistiken der Olympischen Spiele bezeugen es – stürzt sich vor allem der Bayer und der Sachse seine Hänge hinunter, während in vielen anderen Regionen der Republik das Glühweintrinken der beliebtere Wintersport ist. So verwundert es nicht, dass die populärsten 15 Skigebiete im Lande der Lederhosen liegen. Auf Platz 16 folgt die Skihalle Neuss im Rheinland, obwohl laut einer Online-Umfrage über die Hälfte der Deutschen gegen die Erzeugung von Kunstschnee ist. Einen ehrenvollen 17. Platz nimmt Oberwiesenthal im Erzgebirge ein.

International mithalten kann unter den deutschen Skigebieten höchstens Garmisch-Classic, das gemäß einer Umfrage, die online stattfand, für seine Familienfreundlichkeit gerühmt wird. Man trifft dort aber häufiger einen Braunbären als Österreicher auf Skiern an. Die Deutschen sind jedoch schneebegeistert genug, um den einheimischen Arenen ein gutes Auskommen zu verschaffen. Dies sind die beliebtesten:

  1. Garmisch-Classic bietet mit der legendären Kandahar Deutschlands berühmteste Abfahrt.

  2. Die Zugspitze ist das einzige Gletscherskigebiet des Landes. Es hat zwar keine schwarzen Pisten, aber Bereiche zum Freeriden im Tiefschnee.

  3. Der Arber im Bayrischen Wald bietet Familien mit Kindern viel und ist sehr modern ausgestattet. Die Münchner Schickeria vermisst niemand.

  4. In der herrlichen Landschaft des Chiemgaus liegt die Steinplatte. Das grenzüberschreitende Skigebiet ist groß und modern.

  5. Oberaudorf im Inntal ist immer noch ein Geheimtipp neben den berühmten Arenen. Eine lange Flutlichtpiste und eine Rodelbahn gehören zu den Highlights.

Wie die Marktforschung in Deutschland zeigt, wächst indes der e-Wintersport hierzulande rasant, und die beliebteste Skipiste könnte – auch aufgrund ausbleibenden realen Schnees – schon bald auf der Playstation liegen...


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