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Laut bezahlter Umfrage ist Internet unverzichtbar

Laut bezahlter Umfrage ist Internet unverzichtbar

In feierlicher Stimmung wurde früher in vielen Familien am Ostersonntag das Lamm aus dem Ofenrohr gezogen, um das Ende der langen Fastenzeit zu begehen. Ostern wird noch immer gefeiert, Lamm wieder gerne gegessen, und mehr als jeder zweite Deutsche hat schon einmal mehrere Wochen lang gefastet, so eine Online-Umfrage. Aber die Kombination ist seltener geworden, und unter Fasten wird nicht mehr häufig der Verzicht auf Fleisch verstanden. Dies läuft mittlerweile unter Veganismus und seinen Spielarten und ist ein ganzjährig gepflegter Lifestyle. Die bezahlte Umfrage ergab, dass von denen, die dem Fasten grundsätzlich offen gegenüberstehen, nur jeder Dritte am ehesten auf Fleisch verzichten wollte. Jeweils zwei von drei dem Fasten Zugeneigten nannten Alkohol und Süßigkeiten als das Genussmittel, von dem sie sich fernhalten möchten. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube: über 50% der Deutschen trinken ohnehin seltener als einmal im Monat Alkohol, und fast ähnlich viele meiden in der Regel Süßigkeiten...

Für Twens scheint zeitweiser Verzicht aufs Smartphone abwegig

Fast jeder zweite Senior kann sich einen bewussten Verzicht nicht vorstellen – das Rentenalter ist schließlich nicht zum Verzichten da. Aber besonders viele jüngere Menschen sind dem Fasten zugetan, wie die Online-Umfrage zeigt. Nicht einmal jeder fünfte Erwachsene unter 30 Jahren lehnt es rundheraus ab. Fasten bedeutet die bewusste Abstinenz von etwas, das einem teuer ist, aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen. Gerade unter jungen Leuten ist Rauchen nicht mehr angesagt. Wenn die Mehrheit aber sowieso auch selten trinkt und nascht: Wie ernst meinen es die Twens mit dem Fasten?

Was jungen Menschen lieb und teuer ist, zeigen sie ständig in Bus, Bahn oder im Supermarkt. Das Smartphone ist stets gezückt. Eine Online-Umfrage von ARD und ZDF bestätigt das. Zugleich berichtet die Markt- und Meinungsforschung jedoch, dass nur 12% der Jungen, die grundsätzlich dem Fasten zugeneigt sind, auf die persönliche Internet-Nutzung verzichten wollten. Nur geringfügig weniger wären bereit, für eine gewisse Zeit das Atmen einzustellen.

Kein Smartphone, weniger Alkohol?

Die Motive für dieses Festhalten am Smartphone, das an des Trinkers Hand an der Flasche denken lässt, untersuchte die bezahlte Umfrage nicht näher. Diejenigen, die im Rahmen des Fastens von Computer und Internet Abstinenz zu üben bereit wären, wurden indes nach ihren Gründen gefragt. Jeweils von der Mehrheit wurden Vermeidung von Stress, mehr Zeit für Freunde oder sich selbst, mehr Zeit zum Abschalten oder für wichtigeres genannt. Viele möchten durch die Maßnahme auch ruhiger werden. Erstaunliches offenbart die Online-Umfrage hier nun: die Enthaltsamkeit in Bezug auf das Smartphone hat ähnliche Folgen wie der Konsum eines anderen Genussmittels, des Alkohols. Beides senkt die Anspannung, bringt Menschen zusammen, hilft entspannen und verschafft Ruhe. Vielleicht also wäre Alkohol für weniger Menschen eine gefährliche Zuflucht, wenn sie einfach öfter auf ihr Smartphone verzichten könnten. Aber wer weiß, wie lange es Smartphones überhaupt noch gibt...

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